FÜR SIE AUSGESUCHT
PD Dr. med. et med. dent. Olivier Lieger
Dr. med. et med. dent. Matthias Kellenberger

Wenn das Gesicht „einstürzt

Kiefer- und Gesichtschirurgie – Eine Fachdisziplin zwischen Medizin und Zahnarzt

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Dr. med. Nico Wiegand, Dr. med. Daniel Arega

Warum ein äthiopischer Arzt in der Schweiz Erfahrung sammelt

Der symphatische Gastarzt in der Gastro- enterologie St. Anna 

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WIR HEISSEN HERZLICH WILLKOMMEN

Susanne Vatterott

Fachärztin Gynäkologie und Geburtshilfe

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Dr. med. Patrick Willimann

Facharzt Anästhesiologie

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Prof. Dr. med. Arto Nirkko

Facharzt Neurologie, Schlafspezialist SGSSC

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Was gibt es Neues für die Hausarztmedizin?
Prof. Dr. med. Reto Krapf

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Das Ende der Hitzeperiode regt auch die medizinische Leselust wieder an und Folgendes ist mir bislang aufgefallen, das für Sie allenfalls interessant ist:

  • Wie viele Ihrer Patienten behandeln Sie oder behandeln sich selber wegen erektiler Dysfunktion mit Phosphodiesterase 5 Inhibitoren (Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil)? Da mag es als Beruhigung gelten, dass die vermutete Assoziation zwischen dem Auftreten maligner Melanome und der Einnahme dieser Substanzen keinem identifizierbaren kausalen Zusammenhang entspricht (JAMA, 2015, 313:2449 ff).
  • Zur Abwechslung mal eine Bestätigung eines alten Forschungsresultates: Wir wissen, dass sich eine aggressive Tumorsuche bei Patienten mit unprovozierter venöser Thromboembolie nicht lohnt (NEJM, 1998, 338: 1169). Bestätigend ist der neue Befund, dass eine Abdomen- und Becken-CT-Untersuchung zur Entdeckung auslösender Tumore („Trousseau-Phänomen“) keinen Nutzen aufweist und dass im 1-Jahres-Verlauf die Inzidenz von später diagnostizierten Neoplasien mit 4% deutlich kleiner als die bisher in kleineren Studien angegebenen 10% ist (NEJM, 2015, 373: 69 ff). Was also tun, wenn man einen solchen Patienten betreut? Ich diskutiere die sowieso allenfalls indizierten Screening-Untersuchungen (gynäkologischer Art, Kolonoskopie etc.) und möchte mittels Ultraschall den „Tumor des Internisten“, das Nierenzellkarzinom, weitgehend ausgeschlossen haben.

Ich hoffe, dass auch Sie wieder gut in der Praxis angefangen haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüsse

Prof. Dr. med. Reto Krapf
Chefarzt Innere Medizin Klinik St. Anna

Aktuelles von der Klinikleitung
Dr. med. Martin Nufer

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Die Krux mit der Qualität: Diese Tage hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) angekündigt, neu die Fallzahlen pro Spital zu publizieren. Wem hilft das? 
Es ist unbestritten, dass für komplexe Eingriffe eine minimale Häufigkeit pro Operateur für eine gute Qualität unabdingbar ist. Umgekehrt ist es jedoch falsch zu glauben, dass hohe Fallzahlen automatisch immer gleichbedeutend sind mit hoher Qualität. Oder gehen Sie, wenn Sie gut essen wollen, immer ins grösste Restaurant?

Welche Anzahl genügt?
Im Weiteren ist unklar, was denn eine sinnvolle minimale Fallzahl sein könnte und zudem publiziert das BAG ja nicht die Fallzahl pro Operateur sondern pro Spital. Wir haben es also mit einem komplexen Thema und verschiedenen Interessen zu tun.

Häufig bedeutet nicht besser, was zählt ist das Ergebnis
Auf der einen Seite ist das Bestreben da, Qualität transparent  zu machen, damit sich der Patient vor einem elektiven Eintritt informieren kann und sich dann auch ein Wettbewerb aufgrund von Qualitätsunterschieden ergibt. Auf der anderen Seite haben wir kaum Ergebnismessungen, welche die wirklich geleistete Qualität abbilden – hohe Fallzahlen garantieren die Qualität ja noch nicht.

Realität ist komplizierter als Statistik glauben machen will
Leider sind solche Messungen aufwändig und man muss sie „standardisieren“. Das heisst, man muss die Resultate der Patientensituation anpassen. Wenn ein Patient bei einer Operation stirbt, dann ist in der Statistik das Risiko dafür zu berücksichtigen: Stirbt ein hochbetagter, schwerkranker Patient bei einer Operation ist das statistisch anders zu bewerten, als wenn ein junger, gesunder Patient an der gleichen Operation verstirbt. Diese Anpassungen sind jedoch für die Statistik kompliziert.

Quantität ist nicht automatisch gleich Qualität
Wem hilft also diese Publikation von Fallzahlen? Sie hilft den Grossen. Da hohe Fallzahlen mit guter Qualität verknüpft werden, werden jene Patienten, die sich für solche Statistiken interessieren, tendenziell zu grossen Spitälern gehen – ohne zu wissen, ob die Ergebnisqualität dort auch wirklich gut ist.
Im St. Anna haben wir viele Bereiche mit grossen Fallzahlen. Aber auch wir sind bei der Erhebung der standardisierten Ergebnisqualität noch in der Entwicklungsphase.

Sinnvolle Qualitätszahlen
Wir haben also noch einen langen und beschwerlichen Weg vor uns, bis wir hilfreiche Qualitätszahlen in einer sinnvollen Art vorlegen können. Reine Fallzahlen pro Spital vermitteln ein falsches Qualitätsverständnis. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Freundliche Grüsse

Dr. med. Martin Nufer
Medizinischer Direktor Klinik St. Anna 

 
ST. ANNA AKTUELL

Stoma-/Kontinenz-Beratung im St. Anna

Neuorganisation per 1. Juni 2015

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Neue Patientenanmeldeformulare

Notfall – Radiologie  – Mamma-Diagnostik

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IN SERIE: Bewegung
Andreas Mäurle
Rea Kühl

Sarkopenie: Möglichkeiten der Intervention durch Bewegung und Ernährung

Mit gezielter Therapie und optimaler Ernährung  kann dem Abbau der Muskulatur entgegengewirkt werden 

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13 FRAGEN AN
Dr. med. Daniel Arega Yimaa

Seitenwechsel - ein Gastarzt aus Äthiopien in der Gastro- enterologie St. Anna im persönlichen Gespräch

Ein Interview mit Dr. med. Daniel Arega Yimaa, Arzt für Innere Medizin aus Adema, Äthiopien

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FORTBILDUNGSKALENDER
DatumSeminarreihe/ThemaReferentin/Referent
jeweils Mittwoch
12.15 Uhr
im C020
Journal Club 
Initiates file downloadTermine und Referenten
verschiedene Referenten
Donnerstag, 24. September 2015Fachtagung „Welche Gesundheitsvorsorge braucht eine alternde Gesellschaft?“
Initiates file downloadZur Einladung
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Dienstag, 27. Oktober 20155. Sportmedizin-Symposium: Das 1x1 der Sportmedizin
Initiates file downloadZur Einladung
Dr. med. Daniel Wegmann
Donnerstag, 5. November 20159. Kardiologie-Symposium des Herzzentrums Hirslanden ZentralschweizProf. Dr. med. Tushar Chatterjee,
Dr. med. Urs Bucher

Weitere Fortbildungen finden Sie Opens external link in new windowhier

INFORMATION FORTBILDUNGEN

PROFO ST. ANNA 2015

Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Praktisch orientierten Fortbildungen für und mit Hausärzten an der Klinik St. Anna wurde erfolgreich durchgeführt. Unter dem Register Downloads finden Sie die vorhandenen Präsentationen des PROFOS vom 5. Februar 2015.